Gender Mainstreaming

Gender ist das “soziale Geschlecht”
Mit Gender sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen, wie Frauen und Männer sind bzw. sein sollen. Die Geschlechterrollen können sich im Lauf der Zeit ändern und sind innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich.

Mainstreaming bedeutet “in den Hauptstrom bringen”
Mainstreaming heißt, dass ein bestimmtes Denken und Handeln in den “Mainstream” – in Politik und Verwaltung – übernommen und zu einem selbstverständlichen Handlungsmuster wird.

Warum Gender Mainstreaming?
In einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer unterschiedliche Rollen und Positionen haben, gibt es keine “geschlechtsneutrale” Perspektive. Allzu oft wird übersehen, dass der scheinbar “allgemeine” Blick ein sehr männlicher ist. Frauen und ihre Lebenszusammenhänge, ihre Bedürfnisse und Interessen werden häufig nicht genug wahrgenommen, wodurch Benachteiligungen von Frauen zementiert werden.

Aber auch Männer finden sich häufig in ein Bild von Männlichkeit gedrängt, das ihren Bedürfnissen nach Familie und individuellen Entwicklungsmöglichkeiten entgegensteht.

Gender Mainstreaming integriert deshalb eine geschlechtssensible Perspektive in alle Politikbereiche und Maßnahmen. Das heißt, dass unterschiedliche Situationen und Bedingungen von Frauen und Männern immer bewusst berücksichtigt und alle Vorhaben so gestaltet werden, dass sie einen Beitrag zur Förderung der Gleichstellung leisten.

Genderkompetenz ist die Voraussetzung für erfolgreiches Gendermainstreaming – durch die Umsetzung von Gendermainstreaming wird neue Genderkompetenz erzeugt.