Architektur, Stadt- und Raumplanung

Architektur ist Spiegel und Ausdruck von Werten der Gesellschaft, in der sie entsteht und sie verändert sich mit diesen.

Hauptziele einer gelungen Architektur, Stadt- und Raumplanung sollten Bedarfs- und Nutzer_innengerechtigkeit sein. Dies setzt die Kenntnis und Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Menschen, die Häuser, Städte, Dörfer etc. benutzen voraus.

Planung wurde und wird zum überwiegenden Teil von Männern durchgeführt und da jeder Mensch von der eigenen Lebenswirklichkeit als generell gültigem Maßstab ausgeht, sind Architektur, Stadt- und Raumplanung überwiegend auf die Abdeckung männlicher Raumansprüche ausgelegt.

Es gilt daher den Blick auf die Bedürfnisse von Frauen auszuweiten, deren Lebenswirklichkeit und Bedürfnisse in der Planungspraxis noch kaum oder überhaupt nicht berücksichtigt werden. Des Weiteren geht es üm Bedürfnisse älterer und junger Menschen, von Menschen mit Behinderungen und Menschen aus anderen Kulturkreisen – kurz: um eine Erweiterung von Bedürfnissen, Sichtweisen und Möglichkeiten der kreativen Umsetzung.

Die Gender-Mainstreaming Strategie (erweitert um den Aspekt Diversität)  ist bei Architektur- / Städtebau- /Raumplanungsprojekten sowohl in Bezug auf den Planungsprozess, die Projektstruktur und die Projektinhalte als auch auf die konkrete Planung und Umsetzung einzusetzen, um zu adäquate Räume für alle Menschen zu kommen.

Im Konkreten bedeutet das z.B. die Erhebung der Bedürfnisse von Frauen und Männern in Bezug auf Architektur, Stadt- und Raumplanung, die gleichberechtigte – sowohl qualitative wie quantitative – Beteiligung von Frauen an den Entscheidungs- und Planungsprozessen und die Evaluierung aller getroffenen Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit, um gegebenenfalls weitere Änderungen, Verbesserungen vornehmen zu können.