Konflikt

Einen erheblichen, meist unbeachteten Anteil an Konflikten bildet das Geschlecht. Einerseits unterscheiden sich Konfliktlösungsstrategien von Frauen und Männern oft – anderseits werden aufgrund des Geschlechts rollenkonforme Handlungsweisen erwartet und Reaktionen antizipiert, die Konflikte verursachen.

Geschlechterverhältnisse und insbesondere Verschiebungen in den Geschlechterbeziehungen in den Gesellschaften spielen für Konfliktdynamiken größerer Konflikte eine wichtige Rolle. Daher ist es dringend notwendig, die Geschlechterverhältnisse in Konflikt- und Akteursanalysen einzubeziehen. Nur dann können angemessene und nachhaltig wirkende Strategien zur Konfliktprävention und -bearbeitung entwickelt und wirksam werden.

Besonders wichtig ist die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen und Männern an Friedensverträgen und dem Wiederaufbau nach Konflikten um zu nachhaltigen Lösungen für alle Beteiligten zu gelangen und damit präventiv in Bezug auf weitere Konflikte zu wirken.