Interkulturalität/Mehrsprachigkeit

Interkulturalität beschreibt Unterschiedlichkeiten zwischen Individuen bzw. Gruppen, die sich aus der Zugehörigkeit zu verschiedenen ethnischen Kulturen ergeben. Der Interkulturalitätsansatz (im Unterschied zum TRANSKULTURALITÄTSANSATZ) geht von der Annahme aus, dass sich verschiedene Gruppen von Menschen bzw. Individuen primär durch kulturell andersartige Merkmale, Eigenschaften und Verhaltensweisen definieren. Interkulturelle Verschiedenartigkeit wird demgemäß als primäres Interpretationsmuster für Konflikte herangezogen. Durch Vermittlung von Wissen über kulturelle Andersartigkeiten könnten diese Kommunikationsprobleme und die daraus folgenden Konflikte gelöst bzw. vermieden werden.

Von Mehrsprachigkeit sprechen wir, wenn ein Kind mehr als eine Sprache regelmäßig in natürlichen Sprachsituationen verwendet. Das heißt nicht, dass es alle Sprachen sprechen muss. Einige Kinder verstehen zwei Sprachen, gebrauchen jedoch nur eine dieser Sprachen aktiv. Auch ist dabei unerheblich, wie gut oder ausgewogen es die Sprachen beherrscht.

Deutsch als Zweitsprache ist in allen Unterrichtsfächern relevant, Umgangssprache und Bildungssprache (auch fachspezifische) sind von den LehrerInnen in allen Fächern zu fördern.

Wichtig ist für zukünftige LehrerInnen aller Schularten, dass sie mit Mehrsprachigkeit umzugehen verstehen, linguistisches Grundwissen über Erst- und Zweitspracherwerb haben und die SchülerInnen gezielt fördern können.