Intersektionalität im Bildungskontext

Die intersektionelle Perspektive nimmt Heterogenität im Lehr- und ebenso in den Blick wie soziale Ungleichheitsverhältnisse. Sie lotet Möglichkeiten und Herausforderungen im Bildungsbereich aus und reflektiert die Gefahr von Stereotypisierung und die Festschreibung von Differenz.

Intersektionalität (engl. Intersection = Kreuzung) beschäftigt sich mit “Kreuzungspunkten von Diversitätslinien”, also der Frage des Zusammenwirkens von – vor allem: Geschlecht, sozialem Status/Bildungshintergrund und ethnischer Herkunft – in einem Menschen. Damit welche Chancen und Diskriminierungen sich für einen Menschen aus diesem Zusammenwirken ergeben.

War vor 25 Jahren ein “armes” Mädchen vom Land das Kind mit den geringsten Bildungschancen, so ist das heute ein Bub mit Migrationshintergrund und niederem sozialen Status. Darauf muss Schule und Gesellschaft reagieren – auch um des sozialen Friedens willen.