Daten / Statistik

Geschlechtersensible Daten werden für sämtliche Bereiche der Gesellschaft benötigt. Dabei ist “sex-counting” – also die Aufschlüsselung von Daten nach Frauen und Männern – ein wesentlicher Bestandteil.

Gendersensible Statistik geht aber darüber hinaus und versucht durch Verknüpfungen unterschiedliche Lebenswelten von Frauen und Männern tatsächlich abzubilden.

Gendersensible Statistik ist eine Grundvoraussetzung zur Umsetzung von Gendermainstreaming. Zur geschlechtersensiblen Interpretation von Statistiken ist Genderkompetenz vonnöten: wie im folgenden Beispiel wird in den meisten Statistiken, die nach Frauen und Männern aufschlüsseln, das männliche Beispiel mit 100% – also als Norm – angesehen und das weibliche davon abgeleitet. Darauf Bezug nehmende Aussagen lesen sich dann wie folgt:

Männer bekommen im Schnitt 1158 Euro – Frauen 692 Euro Pension.
Frauen bekommen also 40% weniger Pension als Männer.
Stimmt das?

Wenn das männliche Einkommen mit 100% gerechnet wird stimmt die Rechnung
Wenn das weibliche Einkommen mit 100% angenommen wird, heißt der Satz:
Männer bekommen 67% mehr Pension mehr als Frauen.


Bei statistischen Daten werden bis dato nur – wenn überhaupt – nur zwei Geschlechter unterschieden.